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Biografie
Biografie
Matthias Peter (* 1961) ist Schauspieler und Regisseur, Publizist und Autor. Er ist verheiratet mit Rosette Scherer Peter (* 1962), die ihn seit 1987 unterstützend durchs Leben begleitet. Sie sind wohnhaft in St.Gallen.
 
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Besuch der Primar- und Sekundarschule in Sitterdorf/TG, Egg/ZH, Grabs/SG, Altstätten/SG und des technisch-wissenschaftlichen Gymnasiums an der Mittelschule in Heerbrugg/SG.
 
1977-1978: Beginnt als Sekundarschüler in Altstätten und als Kantonsschüler in Heerbrugg Drehbücher zu schreiben und dreht als Regisseur und Kameramann mit Schulkolleg:innen in Altstätten und Heerbrugg in Super-8 die Filme «Weg ohne Umkehr» und «Probezeit», die er an der Kantonsschule, in Jugendtreffs und in der Kellerbühne St.Gallen zeigen kann.
 
Gleichzeitig beginnt er Theater zu spielen und journalistische Beiträge für die Zeitungen «Werdenberger & Obertoggenburger» und «Der Rheintaler» zu schreiben. Darunter sind Theaterkritiken über Produktionen des Stadttheaters St.Gallen und der Kellerbühne St.Gallen.
 
1979 hospitiert er am Stadttheater St.Gallen als Regieassistent für die Inszenierung von «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt. Danach arbeitet er von 1980 bis 1982 am Stadttheater Luzern, bevor er von 1982 bis 1984 als Regieassistent und Schauspieler ans Stadttheater St.Gallen zurückkehrt. Seither ist er freier Theaterschaffender.
 
Erste Inszenierungen am Stadttheater St.Gallen: «Überredung zum Feiertag (1982) und «Der Mann mit den Bäumen» von Jean Giono (1983) sowie in der frisch eröffneten Grabenhalle St.Gallen: «Seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt» (1984), «Gerettet» von Edward Bond (1985), «Hirnverbannt - Szenen, Texte, Lieder» (1985).
 
Spielt im September 1984 die Rolle des Grossvaters in Thomas Hürlimanns Theaterstück «Grossvater und Halbbruder» in der Freilichtinszenierung durch die Pupille im Frauenbad Dreilinden St.Gallen.
 
1984-1988: Absolviert mehrmonatige Schreibaufenthalte in Schottland, Südfrankreich und Griechenland. Dazwischen und anschliessend Beschäftigung am Stadttheater Luzern. Dort lernt er 1987 seine Lebensgefährtin Rosette Scherer kennen.
 
Von 1990 bis 1993 Tourneebegleiter der Compagnia Teatro Dimitri auf ihren Gastspielreisen durch die Schweiz, Deutschland, Italien, Luxembourg und Rumänien. Betreuung der Stücke «Der bunte Vogel», «Mozart», «Die Königin der Kesselflicker» und «La Burla».
 
Ab 1992 Publizist historischer Beiträge in die Monatsbeilage des Zürcher Oberländer «Heimatspiegel» und das historische Jahrbuch «Zürcher Taschenbuch».
 
1994 bis 1997: Kolumnist für die «Luzerner Zeitung» und die «Neue Luzerner Zeitung».
 
Ab 1995: Kulturjournalist mit Schwerpunkt Literaturkritik für verschiedene Tageszeitungen: St.Galler Tagblatt, Zürcher Oberländer, Der Landbote, Thurgauer Zeitung, Zürichsee-Zeitung, Schaffhauser Zeitung, Berner Zeitung, Der Bund.
 
Ab 1997 Auswertung des zehnbändigen Tagebuchs des Zürcher Oberländer Volksschriftstellers und Landwirts Heinrich Senn (1827-1915). Es erweist sich als unerschöpfliche Quelle. Sie speist eine Artikelserie zum 150-Jahr-Jubiläum des Schweizer Bundesstaates, die 1998 im Zürcher Oberländer erscheint, sowie zahlreiche thematische Beiträge in den «Heimatspiegel» des Zürcher Oberländer.
 
1999: Schreibt den Theatertext für das Musical «Brooksie» von Sandro Moreni und Jack Stroeher und bringt die Tourneeproduktion als Regisseur zur Uraufführung.
 
2000 bis 2002: Veröffentlichung der St.Galler Kultur-Krimi-Trilogie «Sechs Schüsse», «Tötende Töne» und «Spreng Sätze». Sie erscheint unter dem Kürzel P&P (Mitarbeit Daniel Pfister) zuerst als Sommer-Serie im St.Galler Tagblatt und anschliessend im Verlag Ivo Ledergerber in Buchform und gelangt unter seiner Regie und Mitwirkung im Theater Parfin de siècle in szenischen Lesungen auf die Bühne.
 
2001: Dreimonatiger Aufenthalt in der Kulturwohnung des Kantons St.Gallen in Rom. Dieser spiegelt sich in einer Artikelserie im St.Galler Tagblatt unter dem Titel «e-Mails aus Rom» und im Band «Römische Reportagen», die mit Bildern von Doris Bentele 2002 von der Galerie Werkart St.Gallen verlegt wird.
 
2002: Inszeniert für die Compagnie GGE die Ein-Frau-Oper «Maquillage» von Giuseppe Giorgio Englert als Schweizer Erstaufführung im Kornhaus Café Bern.
 
2003 bis 2012: Engagements als Schauspieler ans alle drei Jahre stattfindende Rilke-Festival in Sierre.
 
2004: Engagement als Schauspieler für die Produktion «Josephine Baker & Erik Satie», eine Tanzperformance der Compagnie GGE mit Klaviermusik und Texten von Erik Satie im Konservatorium Bern.
 
2004 gibt der NZZ-Verlag das Werk «Jakob und Heinrich Senn – Zeitbilder der Schweiz aus dem 19. Jahrhundert» heraus. Das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen zeigt zum Erscheinen des Buches eine Sonderausstellung.
 
Von 2004 bis 2026 wirkt Matthias Peter als künstlerischer Leiter der Kellerbühne St.Gallen und prägt deren Eigenproduktionen als Schauspieler oder Regisseur.
 
Zum 50jährigen Jubiläum des ersten Kleintheaters der Ostschweiz arbeitet er dessen Geschichte auf. Seine umfangreiche Chronik erscheint 2014 unter dem Titel «Applaus & Zugaben» im Appenzeller Verlag. Das Jubiläum spiegelt sich gleichzeitig in einer Sonderausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen (heute Kulturmuseum St.Gallen).
 
Zum 60jährigen Jubiläum der Kellerbühne spiegelt er 2024/25 die Entwicklung der St.Galler Kultur von 1900 bis 2000 in szenischen Lesungen herausragender Stadtromane und schreibt gleichzeitig die Geschichte der Kellerbühne fort.
 
2026 legt er unter dem Titel «Die Kellerbühne in ihrem sechsten Jahrzehnt» einen Folgeband der Chronik «Applaus & Zugaben» vor, der den Spielbetrieb bis zum Ende seiner 22jährigen Ära dokumentiert.
 
Ab Sommer 2026 arbeitet Matthias Peter unter dem Label «Mobiles Text-Theater St.Gallen» als freier Theaterschaffender und Autor.